Google Analytics datenschutzkonform nutzen

Google Analytics datenschutzkonform nutzen

Google Analytics

So nutzt man es datenschutzkonform

Ob in Form von Echtzeitberichten oder in Form von benutzerdefinierten Berichten, wenn es darum geht, Websites oder Apps statistisch auszuwerten, sind Analyse-Tools unverzichtbare Instrumente. So wie kein Unternehmen auf prägnante Kennzahlen und Kennzahlensysteme verzichten kann um die Wirtschaftlichkeit sichtbar zu machen, gilt das gleiche für Analyse-Tools. Mit diesen lassen sich Interaktionen messen und analysieren und damit Informationen für den Beitrag von Websites auf den Geschäftserfolg darstellen.

Daraus abgeleitet kann mit Hilfe von Analyse-Tools ggf. die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung erkannt werden. Allerdings soll in der folgenden Abhandlung nicht auf die einzelnen Tools eingegangen werden, sondern vielmehr auf deren datenrechtlichen Relevanz.

google_analyticsDabei wird als repräsentatives Beispiel der Einsatz von Google Analytics betrachtet. Zwar gibt es Alternativen zu Google Analytics, aber diese können durchaus vernachlässigt werden. Dieses liegt an der fast flächendeckenden Verbreitung von Google Analytics, die wiederum eine Folge der Vielzahl von nützlichen Funktionen ist, die ständig weiterentwickelt und verbessert werden.

Analytics Vorgaben der Datenschutzbehörden

Welche Anforderungen Website-Betreiber erfüllen müssen, wenn sie Google Analytics einsetzen, ist schon seit längerer Zeit ein Streitpunkt. Durch das Fehlen eines höchstrichterlichen Urteils hierzu sahen sich die Betreiber bislang sowohl der Gefahr von Abmahnungen von Wettbewerbern als auch des Vorgehens von Datenschutzbehörden ausgesetzt. Urteile auf Landesgerichtsebene, die sich auf Einzelfälle stützten, besagen jedoch, dass der Einsatz von Google Analytics nicht verboten ist. Vielmehr müssen Website-Betreiber bei Aufruf der Website darüber informieren, dass via Google Analytics personenbezogene Daten erhoben und verwendet werden.

Diese Informationspflicht folgt aus § 13 Abs. 1 Satz 1 TMG und wird in der Regel durch die Bereitstellung einer Datenschutzerklärung erfüllt. Hierauf wird im Laufe des Textes noch eingegangen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile Vorgaben der Aufsichtsbehörden (Datenschutzbehörden) hinsichtlich des Einklangs von Google Analytics mit deutschem Datenschutzrecht. Unter Beachtung dieser Vorgaben sowie entsprechender Google Regelungen sind die nachfolgenden fünf Punkte einzuhalten, um Google Analytics datenschutzkoform zu nutzen:

 

1.    Abschluss eines Vertrags zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google (§ 11 BDSG – Vertrag)

2.    Sicherstellung einer Anonymisierung der IP-Adressen

3.    Widerspruchsrecht der Betroffenen

4.    Angepasste Datenschutzerklärung

5.    Löschung von Altdaten.

 

1. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung

Es muss beim Einsatz von Google Analytics ein schriftlicher Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google geschlossen werden. Ein mit den Aufsichtsbehörden abgestimmten Vertragsentwurf ist unter http://www.google.com/analytics/terms/de.pdf abrufbar.

Sofern jemand bereits Google Analytics nutzt oder einen Account für Google Analytics angelegt hat, empfiehlt es sich, diesen Vertrag zu verwenden.

 

2. Anonymisierung von IP-Adressen

Außerdem müssen Änderungen am Google Analytics-Programmcode vorgenommen werden, um Google mit der Kürzung von IP-Adressen zu beauftragen. Dazu ist der Trackingcode um die Funktion „_anonymizeIp()“ zu ergänzen. Standardmäßig verwendet Analytics zur Erstellung allgemeiner geografischer Berichte die vollständigen IP-Adressen der Website-Nutzer.

Wenn die Verwendung von IP-Masken aktiviert ist, entfernt Analytics das letzte Oktett der IP-Adresse des Nutzers, bevor diese verwendet und gespeichert wird. Dies führt zu einer geringeren Präzision bei der Erstellung von geografischen Berichten.

 

Da also eine Anonymisierung der IP-Adressen gewährleistet sein muss,  hat Google eine Erweiterung des Google Analytics Codes zur Verfügung gestellt und zwar unter https://support.google.com/analytics/answer/2905384?hl=de.Durch Nutzung der Code-Erweiterung „anonymizeIp“ werden die letzten 8 Bit der IP-Adressen gelöscht und somit anonymisiert.

Hierzu muss man wissen, dass Analytics zurzeit standardmäßig zwei Varianten des Tracking-Codes verwendet und zwar

 

·       Universal Analytics

·       Klassisches Analytics

 

Diese vorgegebenen Tracking-Codes erfüllen nicht die die Anforderungen zum Datenschutz. Um nunmehr Google Analytics datenschutzkonform zu nutzen, ist die erwähnte Code-Erweiterung „anonymizeIp“ zwingend erforderlich.

Dazu muss der jeweilige Google Analytics Tracking-Code manuell angepasst werden. Diese könnten wie folgt aussehen:

 

Code-Erweiterung: Google Universal Analytics

Quellen und weitere Infos von Google direkt

<script>

(function(i,s,o,g,r,a,m){i[‚GoogleAnalyticsObject‘]=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,’script‘,’//www.google-analytics.com/analytics.js‘,’ga‘);

ga(‚create‘, ‚UA-XXXXXXX-X‘, ‚website.de‘);
ga(’set‘, ‚anonymizeIp‘, true);
ga(’send‘, ‚pageview‘);

</script>

 

Code-Erweiterung: Klassisches Google Analytics

Quellen und weitere Infos von Google direkt

<script type=“text/javascript“>

var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push([‚_setAccount‘, ‚UA-XXXXXXX-X‘]);
_gaq.push([‚_gat._anonymizeIp‘]);
_gaq.push([‚_trackPageview‘]);

(function() {
var ga = document.createElement(’script‘); ga.type = ‚text/javascript‘; ga.async = true;
ga.src = (‚https:‘ == document.location.protocol ? ‚https://ssl‘ : ‚http://www‘) + ‚.google-analytics.com/ga.js‘;
var s = document.getElementsByTagName(’script‘)[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();

</script>

 

Mit diesen Anpassungen ist zwar weiterhin eine, wenn auch nur grobe, Lokalisierung möglich, jedoch werden diese von den deutschen Datenschutzbehörden anerkannt.

 

3. Widerspruchsrecht der Betroffenen

Betroffenen muss die Möglichkeit eines Widerspruchs gegen die Erfassung von Nutzungsdaten eingeräumt werden. Hierzu müssen die beiden Arten des Widerspruchs

implementiert werden.

 

·       Link zum Deaktivierungs-Add-on

·       Setzen eines Opt-Out-Cookies

 

Erläuterung: Durch das Deaktivierungs-Add-on wird verhindert, dass Google Analytics automatisch auf jeder besuchten Webseite ausgeführt wird. Die Betreiber von Websites haben lediglich die Pflicht auf diese Software zu verlinken. Das Add-on ist allerdings nur für Desktop-Browser verfügbar. Da dieses von den Aufsichtsbehörden beanstandet wurde hat Google nunmehr die Möglichkeit geschaffen, durch Klicken eines Links in der Datenschutzerklärung ein Opt-Out-Cookie zu setzen. Für dieses muss das nachfolgende Script immer vor dem eigentlichen Google-Analytivs Skript (siehe Punkt 2) im Quelltext eingefügt werden.

<script>

var gaProperty = 'UA-XXXXXXX-X';
var disableStr = 'ga-disable-' + gaProperty;
if (document.cookie.indexOf(disableStr + '=true') > -1) {
 window[disableStr] = true;
}
function gaOptout() {
 document.cookie = disableStr + '=true; expires=Thu, 31 Dec 2099 23:59:59 UTC; path=/';
 window[disableStr] = true;
}

</script>

 

Durch dieses Skript (mehr Infos hier) wird sichergestellt, dass das Tracking verhindert wird, wenn das Opt-Out-Cookie gesetzt wurde.

4. Angepasste Datenschutzerklärung

Wie bereits im zweiten Abschnitt erwähnt, muss die Nutzung von Google Analytics in der Datenschutzerklärung zwingend anzugeben werden. Bislang fand man hierzu in den „Google Analytics Bedingungen“ eine entsprechende Formulierung als Textbaustein vor, die man in der Datenschutzerklärung verwenden konnte. Allerdings wird dieser Baustein von Google nicht mehr zur Verfügung gestellt. Wenn man jedoch  davon ausgeht, dass die in der bisherigen Formulierung verwendeten Datenschutzhinweise von Google Analytics zutreffend beschrieben wurden und auch nicht wesentlich geändert wurden, so können diese unseres Erachtens auch weiterhin verwendet werden, sollten aber noch ergänzt werden.

Textvorlage ohne Ergänzungen

Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, also Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Im Falle der Aktivierung der IP-Anonymisierung auf dieser Website, wird Ihre IP-Adresse von Google jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt. Im Auftrag des Betreibers dieser Website wird Google diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen gegenüber dem Websitebetreiber zu erbringen. Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können. Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Website bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem Sie das unter dem folgenden Link (http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de) verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren.

Ergänzungen der Textvorlage

Sie können die Erfassung durch Google Analytics verhindern, indem Sie auf den Link <a href=“javascript:gaOptout()“>Google Analytics deaktivieren</a> klicken. Hierdurch
wird ein Opt-Out-Cookie gesetzt, das die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch dieser Website verhindert:
Nähere Informationen zu Nutzungsbedingungen und Datenschutz finden Sie unter http://www.google.com/analytics/terms/de.html bzw. unter  https://www.google.de/intl/de/policies/. Wir weisen Sie darauf hin, dass auf dieser Website Google Analytics um den Code „anonymizeIp“ erweitert wurde, um eine anonymisierte Erfassung von IP-Adressen (sog. IP-Masking) zu gewährleisten.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de

5. Löschung von Altdaten

Es ist wichtig zu wissen, dass die beschriebenen Maßnahmen und Anpassungen nur neue Google Analytics Profile erfassen. Daten, die bislang über Google Analytics gesammelt wurden, ohne dass die oben aufgeführten Maßnahmen ergriffen und Informationen erteilt wurden, sind nach Auffassung der Aufsichtsbehörden unrechtmäßig. Um nicht in datenrechtliche Konflikte zu kommen, sollten diese umgehend gelöscht werden.

Fazit zuR datenschutzkonformen Nutzung

Sofern die beschriebenen Anpassungen vorgenommen werden ist es also auch weiterhin möglich, Google Analytics zu nutzen. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass Gesetzesänderungen zukünftig weitere Anpassungen erforderlich machen. So bestehen zum Beispiel zurzeit noch rechtliche Unklarheiten beim Umgang mit Google Analytics vor dem Hintergrund der europäischen Cookie-Richtlinie.

 

 


 

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Mehr Umsatz dank Remarketing

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Durch das Remarketing können Sie als Inhaber einer Website Anzeigen für Nutzer schalten, die Ihre Website bzw. den Onlineshop bereits besucht haben. Wenn Nutzer Ihre Website verlassen, ohne etwas gekauft zu haben (Kaufabbrüche), kann das Remarketing Ihnen beispielsweise dabei helfen, wieder Kontakt mit diesem Besucher aufzunehmen, indem relevante Anzeigen auf anderen Geräten dieser früherer Besucher geschaltet werden.

Wir haben Ihnen einmal die werden Vorteile des Remarketings (beschrieben von Google selbst) und die verschiedenen Typen von AdWords-Remarketing-Kampagnen vorgestellt.

Vorteile des Remarketings

Remarketing kann eine strategische Komponente Ihrer Werbung darstellen, unabhängig davon, ob Sie Verkaufsaktivitäten steigern, mehr Anmeldungen erzielen oder den Bekanntheitsgrad Ihrer Marke erhöhen möchten. Es stellt für alle Arten von Werbetreibenden ein Mittel zur Erhöhung des Return on Investment (ROI) dar.

  • Zugang zu Nutzern, wenn ein Verkauf am wahrscheinlichsten ist: Sie haben die Möglichkeit, Nutzer zu erreichen, nachdem sie mit Ihrer Website oder Ihrer mobilen App interagiert haben. Sie erreichen Nutzer also, wenn sie nach Ihrem Produkt suchen, andere Websites betrachten oder andere mobile Apps verwenden. Remarketing mit AdWords bietet Ihnen zeitnahe Berührungspunkte, um Kunden auf Ihre Website oder in Ihre App zu leiten, wenn sie gerade das größte Interesse zeigen.
  • Auf Ihre Werbeziele zugeschnittene Ziele: Passen Sie Ihre Remarketing-Listen an, um bestimmte Werbeziele zu erreichen. Beispiel: Sie können eine Liste mit dem Namen „Einkaufswagen verlassen“ erstellen, um Anzeigen für Nutzer zu schalten, die einen Artikel zu ihrem Einkaufswagen hinzugefügt, jedoch keine Transaktion abgeschlossen haben.
  • Große Reichweite: Sie können die Nutzer auf Ihren Remarketing-Listen erreichen, während sie die mehr als zwei Millionen Websites und mobilen Apps nutzen.
  • Effiziente Preisgestaltung: Sie können leistungsstarke Remarketing-Kampagnen mit automatisierten Gebotsstrategien wie Ziel-CPA und Ziel-ROAS erstellen. Bei Echtzeitgeboten wird das optimale Gebot für den Nutzer berechnet, der Ihre Anzeige betrachtet. So erhalten Sie den Zuschlag in der Anzeigenauktion zum bestmöglichen Preis. Durch die Nutzung der Google-Auktion entstehen keine weiteren Kosten.
  • Einfache Anzeigenerstellung: Mit der Anzeigengalerie erstellen Sie kostenlos verschiedene Text-, Bild- und Videoanzeigen. Dynamische Remarketing-Kampagnen gestatten es, dynamische Anzeigen zu erstellen, die Ihren Feed mit Layouts aus der Anzeigengalerie verbinden. So entstehen ansprechende Anzeigen für Ihr gesamtes Angebot an Produkten oder Dienstleistungen.
  • Einblick in Ihre Kampagne: Die Leistung Ihrer Kampagnen ist transparent – Sie wissen jederzeit, wo Ihre Anzeigen zu welchem Preis ausgeliefert werden.
  • Erreichen Sie Ihre Kunden, wenn sie nach Ihnen suchen: Schalten Sie Anzeigen für frühere Besucher, die über die Google-Suche aktiv nach Ihrem Unternehmen gesucht haben.

 Remarketing Optionen mit Google AdWords

    • Standard-Remarketing: Schalten Sie Anzeigen für frühere Besucher, während sie Websites im Displaynetzwerk betrachten oder Displaynetzwerk-Apps verwenden.
    • Dynamisches Remarketing: Erzielen Sie mit dynamischem Remarketing bessere Ergebnisse und gehen Sie noch einen Schritt weiter, indem Sie Anzeigen mit Produkten oder Dienstleistungen verwenden, die Nutzer auf Ihrer Website betrachtet haben.

 

 

  • Remarketing für mobile Apps: Schalten Sie Anzeigen für Besucher, die Ihre mobile App bereits verwendet oder Ihre mobile Website schon einmal besucht haben, während sie andere mobile Apps nutzen oder andere mobile Websites besuchen.
  • Remarketing-Listen für Suchanzeigen: Schalten Sie Anzeigen für frühere Besucher, während sie weiter bei Google suchen und nachdem sie Ihre Website verlassen haben.
  • Video-Remarketing: Schalten Sie Anzeigen für Nutzer, die mit Ihren Videos oder Ihrem YouTube-Kanal interagiert haben, während sie YouTube verwenden und im Displaynetzwerk Videos betrachten, Websites besuchen und Apps nutzen.
  • Remarketing per E-Mail-Liste: Der Kundenabgleich ist eine Funktion, bei der Sie eine Liste mit E-Mail-Adressen hochladen können, die Ihre Kunden Ihnen gegeben haben. Für diese Kunden können dann in der Google-Suche, auf YouTube oder in Gmail Anzeigen ausgeliefert werden, wenn sie in ihrem Konto angemeldet sind.
Tipps zur Umstellung von http:// auf https://

Tipps zur Umstellung von http:// auf https://

Immer wichtiger in Zeiten des modernen Internets – die Umstellung einer Website von http auf https. Nicht nur für die Sicherheit der Seitenbesucher, sondern – natürlich – auch wieder im Rahmen einer guten, allumfassenden SEO. Denn je unsicherer das Web allgemein wird, desto höher bewertet Google potentiell sichere Seiten im eigenen Ranking.

Wichtiger Hinweis vorab: Die Umstellung des sog. Protokolls KANN zu temporären Ranking-Einbußen führen, MUSS es aber nicht. Mittel- und Langfristig überwiegen die Vorteile von https aber – für den Kunden und für den Betreiber der Website.

Was ist http überhaupt?

In kurz: „Das Hypertext Transfer Protocol (HTTP, englisch für Hypertext-Übertragungsprotokoll) ist ein zustandsloses Protokoll zur Übertragung von Daten auf der Anwendungsschicht über ein Rechnernetz. Es wird hauptsächlich eingesetzt, um Webseiten (Hypertext-Dokumente) aus dem World Wide Web (WWW) in einen Webbrowser zu laden.„. Es dient also, ganz grob gesagt, dazu, dass Webbrowser (wie Chrome, Firefox, Safari & Co.) Websites aus dem Internet laden können. Ganz ausführlich ist das http-Protokoll hier beschrieben.

Und was ist https?

In kurz: „HyperText Transfer Protocol Secure (HTTPS, englisch für „sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll“) ist ein Kommunikationsprotokoll im World Wide Web, um Daten abhörsicher zu übertragen. Es stellt eine Transportverschlüsselung dar.„. Es ist also eine verschlüsselte Variante des http-Protokolls, welche im Gegenzug dann logischerweise unverschlüsselt daherkommt. Die ausführliche Beschreibung des https-Protokolls ist wieder hier zu finden.

Da der Sicherheitsaspekt bei der Benutzung des Internets heutzutage immer wichtiger wird, bringt einem https als verwendetes Protokoll sogar nicht „nur Vorteile“, sondern ein Verzicht kann mittelfristig sogar konkrete Nacheile beim Betreiben einer Website bringen.

Aber wie geht man am besten bei einer Umstellung von http auf https vor?

Im Vorfeld
Nie eine solche Umstellung an einem Freitag vornehmen. Nie. Wirklich. Niemals!
Hier kann viel Unerhofftes passieren und da können 2 freie Tage bis zum nächsten regulären Arbeitstag viel Schaden anrichten. Deswegen: Legen Sie so eine Umstellung von http auf https niemals auf einen Freitag oder vor einen Feiertag.
Idealerweise macht man so eine Umstellung an einem Montag.

Schritt 1
Skizzieren Sie sich im ersten Step die Struktur Ihrer Website. Notieren Sie sich Ihre Ober- und Unterkategorien, ihre Infoseiten, Ihre Kontaktseiten – alles!

Damit Sie bei der Umstellung alles im Blick haben, ist eine vorher angelegte Übersicht sehr wertvoll – so können Sie im Anschluss alle Funktionalitäten und Erreichbarkeiten testen und kontrollieren.

Notieren Sie sich vor allem auch mit der Website verknüpfte Dateien. Skripte, Downloads, API-Aufrufe – alle http-Aufrufe, die den selben Server betreffen.

Schritt 2
Messen Sie die für Sie wichtigen Keywords und speichern Sie deren Rankings. Bei dieser Messung sollten Sie auf jeden Fall die für Sie wichtigen Keywords messen und auch Keywords, die vielleicht etwas weniger „wichtig“ für Sie sind.

Notieren Sie sich die entsprechenden Keywords und messen Sie diese vor allem direkt nach der Umstellung für mindestens 2 Wochen täglich neu – nur so können Sie direkt reagieren und eingreifen, wenn irgendetwas schiefgegangen sein sollte.

Schritt 3
Sorgen Sie für die nötige Expertise. Sofern es sich nur um ein sehr kleines Web-Projekt handelt, können Sie es – das nötige technische Wissen voraussgesetzt – auch selbst regeln. Sofern es aber ein größeres Projekt ist und die Website eine für Sie und Ihr Geschäft sehr hohe Priorität besitzt, sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass Sie entsprechende Techniker dafür zur Stelle haben. Eine Umstellung von http auf https ist eher eine Arbeit für einen Systemadministrator/Web-Entwickler als für einen SEO.
Hier kann technisch viel falsch gemacht werden, daher sollte das technische Know How vorhanden sein.

Schritt 4
Die Umstellung von http auf das https-Protokoll kann auf mehrere Arten durchgeführt werden

Methode 1
Sie führen die Umstellung direkt live von der Website durch (riskant)

Methode 2
Sie haben eine Test-/Entwicklungsversion Ihrer Website laufen. Diese Version ist eine Spiegelung Ihrer Website, nur nicht für die Suchmaschinen oder normale Besucher abrufbar. Hier können Sie die Umstellung quasi frei von Risiken für die Produktiv-Version Ihrer Website testen. Sofern diese Version zu Ihrer Zufriedenheit umgestellt wurde, kann es dann im Anschluss „live“ geschaltet werden.

Methode 2 mag vielleicht mehr Zeit und Geld in Anspruch nehmen, ist aber die eindeutig empfehlenswertere Methode, da bei Methode 1 viel zu viele nicht absehbare Risiken vorhanden sind und Sie das, je nach Fehler, deutlich mehr Geld kosten kann.

Schritt 5
Suchen Sie nach http-Aufrufen Ihrer Website auf Ihren Server und ändern Sie diese auf https. Bilder, Skripte (CSS-Dateien, JavaScript-Dateien), Canonical Tags und mehr – alles müssen Sie auf https ändern.
Sollten http-Elemente auf einer https-Seite vorhanden sein, meckert oftmals der Webbrowser und spricht von „unsicheren Elemente“ auf der Website. Klar, ein per http aufgerufenes Bild ist _eigentlich_ keine schlimme Sache, die Meldung allein kann aber schon den unbedarften Besucher abschrecken und Ihnen geht im Zweifelsfall Umsatz verloren.

Achten Sie auch darauf, dass möglicherweise eingerichtete Weiterleitungen (301, 302 etc) entsprechend korrekt auf die neue https-Version weiterleiten und nicht unnötig http-Aufrufe durch Weiterleitungen produziert werden, welche, im schlimmsten Fall, Aufrufschleifen produzieren können und so dafür sorgen, dass eine bestimmte Unterseite X gar nicht mehr aufrufbar ist.

Schritt 6
Sorgen Sie dafür, dass Ihre u.U. vorhandenen Social Media-Accounts (Facebook, Twitter, Instagram & Co) ebenfalls auf Ihre https-Variante verweisen und mögliche Social Sharing-Plugins auf Ihrer Website so eingestellt sind, dass diese die https-Version der jeweiligen URL teilen und nicht noch ggf. die http-Version weiterverteilen

Im Anschluss
Prüfen Sie anhand Ihrer vorher erstellten Übersicht, ob sich alle Seiten wie gewohnt aufrufen lassen (nur mit dem Unterschied, dass jetzt ein https vorn in der URL zu sehen ist)

Fügen Sie die https-Variante der Google Search Console hinzu und senden Sie die Seite auch entsprechend an den Google Index

Achten Sie darauf, dass keine robots.txt oder .htaccess-Datei Umstellungs-bedingt plötzlich Bereiche der Seite blockt, die vorher zugänglich waren.

Im Anschluss, wenn alles läuft, beobachten Sie, wie oben beschrieben, erstmal für mindestens 2 Wochen, wie sich Ihre Website bei Google in den Rankings entwickelt. Auch den Traffic Ihrer Website können Sie in der Zeit besonders aufmerksam via Google Analytics beobachten.

Wenn Sie bedacht und wie beschrieben vorgegangen sind, dürfte es aber in den meisten Fällen Ranking-technisch tendentiell nach oben gehen. Qualitativ haben Sie Ihre Website jedenfalls ggü Google und Ihren Besuchern stark aufgewertet.

Wenn Sie noch Hilfe bei der Umstellung von http auf https benötigen, – oder generell bei der SEO – so zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Wenn Sie noch ein passendes SSL-Zertifikat für die Umstellung brauchen, sollten Sie zuerst schauen, ob ein solches nicht bereits in Ihrem Hosting-Paket inbegriffen ist. Sofern dies nicht der Fall sein sollte, haben wir für Sie hier eine Übersicht zum Download (Stand: April 2017) mit einigen SSL Zertifikats-Angeboten erstellt.

Achtung SPAM

DieWebAG – Abzocke Erfahrung mit Spam Emails die nicht von unserer Seo Agentur stammen

Heute gibt es einen Beitrag über die vermeintlich bestehende Abzocke mit Spam Emails seitens unserer Firma DieWebAG für die wir nicht verantwortlich sind. In den letzten Wochen beobachten wir, dass im großen Stile Emails versendet werden, die immer gleich aufgebaut sind.

 

Guten Tag, mein Name ist … Ich repräsentiere die Firma Web Ag. Wir haben Ihre Seite besucht…

Mit dieser SPAM Email haben wir nichts zu tun

Mit dieser SPAM Email haben wir nichts zu tun

 

Ob es sich hier lediglich um ein Versehen handelt, bzw. man von Absicht ausgehen kann, ist leider nicht zu beantworten.

Grund: Der Inhaber ist auf der im Impressum befindlichen Handynummer nicht zu erreichen und somit war es uns nicht möglich eine Stellungnahme zu erhalten.

 

screenshot-rank-experte.net 2017-03-14 15-18-37

 

Mit diesem Email Versand haben wir nichts zu tun. Auch andere Blogs informieren über diesen Umstand:

SEO-Spam: Wie SEO nicht funktioniert

Wie man ja auf einem anderen Blog lesen kann, wurde seitens unseres Vertriebs in der Vergangenheit (Zeitraum 2015) auch einmal eine Werbe-Mail verschickt, ohne darauf zu achten ob der ausgewiesene Sichtbarkeitsverlauf von SISTRIX aktuell und richtig war. Das war so nicht okay, hatte aber mit den Dumping Angeboten á la Einmalzahlung rein gar nichts zu tun, da dies mit Seo so rein gar nichts zu tun hat.

Daraus haben wir unsere Lehren gezogen und leben mit dem zu Recht erstellten Blogbeitrag des Konkurrenten.

Leider wurde seitens des Verfassers (einer ebenfalls als Suchmaschinenoptimierer tätigen Agentur) stets nur aus einer Richtung darüber geschrieben. Emails seitens des Geschäftsführers wurden nie im Blog veröffentlicht. Warum und wieso dies der Fall ist, darüber kann sich jeder Außenstehende seine eigene Meinung bilden.

Die Email an den Inhaber des Blogs haben wir Ihnen der guten Ordnung halber einmal beigefügt:

Email-Statement_DieWebAG-Abzocke-SPAM

Für alle etwaig aufgetretenen Irritationen in diesem Zusammenhang, möchten wir uns bei Ihnen entschuldige und hoffen so zur Aufklärung beigetragen zu haben.

Concepts for Online Internet Technology and Shopping. Man holding tablet in hand, and makes purchase. isolated vector illustration.

Tipps für mehr Umsatz auf Ihrer Webseite

Heute geht es darum, dass wir ein paar Wege aufzeigen, wie Sie effektiv und effizient Ihren Umsatz im Internet steigern können.

Holen Sie sich Produktbewertungen

Die Macht der Produktbewertungen spielt heutzutage eine große Rolle im Online-Geschäft. 88% der Menschen lesen und vertrauen Online-Rezensionen sowie persönliche Empfehlungen. Die Seiten mit guten Kundenrezensionen erhalten lt. Statistiken 58% mehr Besucher als jene Seiten ohne online-verfasste Rezensionen. Suchmaschinen greifen die Bewertungen der Seite auf und machen es einfacher für die Kunden, das zu bekommen, was sie brauchen.

Bewertungen für Online-Shops

Unbewusst werden wir von Rezessionen beeinflusst

90% der Amazon-Käufer lesen Rezensionen, bevor sie eine Entscheidung über Kauf oder Nicht-Kauf treffen. Dabei lässt sich zwar mittlerweile über die Glaubwürdigkeit einzelner Rezensionen durchaus streiten, aber so gut wie jeder wird es von sich selbst kennen: Man guckt sich ein paar Bewertungen an, oftmals bevorzugt negative, und entscheidet dann über Kauf oder eben nicht.

Um etwas mehr Pep in die Bewertungen zu bringen, sind auch mittlerweile Bewertungen mit Fotos (echte Fotos, abseits der üblichen gestellten Produktfotos) und Videos eine empfehlenswerte Sache, die durchaus eine stattliche Zahl potentieller Käufer zu endgültigen Käufern macht.

Deswegen: Idealerweise bieten Sie eine Bewertung Ihrer angebotenen Artikel auf Ihrer Website an.

Achten Sie weiterhin auf gute Long-Tail Keywords

Na klar, jeder möchte gerne mit einem kernigen Begriff aus seiner Branche ganz oben bei Google stehen. Aber, um zu verdeutlichen, dass das nicht der richtige Weg für mehr Umsatz ist, ein altbekanntes Beispiel:

Wenn Sie einen Fernseher kaufen möchten und dazu bei Google entsprechende Suchanfragen starten: Was geben Sie dann ein?

„Fernseher“? Nein, denn der Begriff ist viel zu unspezifisch. Bei Fernsehern (und vielen anderen Produkten/Leistungen) gibt es mittlerweile viel zu viel Diversifikation, die auch entsprechend bei den Suchanfragen beachtet werden muss.

ACHTEN SIE WEITERHIN AUF GUTE LONG-TAIL KEYWORDS

Keywordkombinationen bieten eine Menge Potenzial

Der Technik-affine Gamer von heute sucht bspw. eher „55 Zoll 4k Fernseher“, der Vater einer Großfamilie sucht vielleicht ein etwas weniger leistungsstarkes Modell via „Fernseher günstig“ und der Marken-treue Mit-30er sucht „Samsung Fernseher“ weil sein Smartphone und sein Tablet ebenfalls von Samsung sind und er damit gute Erfahrungen gesammelt hat.

Das Vorgehen lässt sich auch gut auf andere Branchen übertragen, bspw. „Schuhe“ oder „Auto“. Wer sich näher mit dem Thema „Das richtige Keyword finden“ befassen möchte, findet viele durchaus interessante Informationen & Hilfen dazu an dieser Stelle.

Benutzen Sie informative Beschreibungen

Es ist keine große Überraschung: Die Suchmaschinen bevorzugen einzigartige und relevante Inhalte. Dies ist aber auch ein sehr zeitaufwändiger Weg, vor allem für das E-Commerce-Geschäft. Aus diesem Grund ziehen viele Shopbetreiber es vor, bereits vorhandene Beschreibungen der Hersteller zu verwenden.

Damit sind Sie in Gefahr, von Suchmaschinen abgestraft zu werden, da es sich um den sog. „doppelten Content“ handelt, also bereits an anderer Stelle vorhandene Inhalte auf Ihrer Website wiederverwendet werden, womöglich gar zum 893289320. mal.

Da dies für viele Shops/Produkte zum Problem werden kann, sollten Sie einzigartige und relevante Produktbeschreibungen erstellen und alle wichtigen Informationen über Ihre Produkte schreiben. Ermutigen Sie den Kunden informativ und womöglich gar kreativ, einen Kauf von Ihnen zu tätigen. Also versuchen Sie, zusätzlich zum Informationsgehalt, auch noch für eine gewisse sprachliche Raffinesse zu sorgen – so können Sie manch Besucher zum Kauf begeistern.

Produktbeschreibungen sollten minimal 300 Wörter sein, besonders wenn Sie die gleichen Produkte Jahr für Jahr verkaufen. Versuchen Sie, viele Keywords und Phrasen in Bezug auf Ihr Produkt verwenden. Sie können Synonyme und damit verbundene Wörter verwenden. Achten Sie dabei darauf, der Produktbeschreibung eine gewisse Einzigartigkeit zu verleihen. So gehen Sie im Idealfall nicht unter im Sumpf der Konkurrenten mit allesamt den selben Produktbeschreibungen.

 

Beitragsbild: 126909289 – Online Shopping Concept © TAlex