Das Geschäft mit den falschen Facebook Fans

„Gefällt mir“-Angaben und möglichst viele Fans und Follower sind das Ziel in sozialen Netzwerken. Je mehr Fans ein Promi, eine Firma, Marke oder ein Verein hat, desto populärer sind sie. Mittlerweile sind falsche Facebook Profile und Fans zu einem richtigen Geschäft geworden, dass für die eine Seite lukrativ und für die andere verlockend ist. 1500 „Gefällt mir“-Klicks bei Facebook sind für 92,99 US-Dollar zu haben – Lieferung in fünf bis acht Tagen.

Der Grund, Fans und Follower zu kaufen, ist, dass die Menge der Anhänger in sozialen Netzwerken sich zu einer Art digitalen Währung entwickelt hat. Werbetreibende messen an ihnen den Erfolg ihrer Kampagnen und auch Journalisten orientieren sich an der angeblichen Fangemeinde.

Facebook hat mittlerweile selbst das Problem der gefakten Profile und gekauften Likes erkannt und geht seit Ende August gegen Fake-Nutzer und Pseudonym-Verwender vor. Nutzerkonten ohne realen Namen sollen ebenso gelöscht werden, wie deren „Gefällt mir“-Angaben. Auch „Gefällt mir“-Angaben, die gekauft wurden oder von gehackten Nutzerkonten getätigt wurden, fallen ebenso der Lösch-Aktion von Facebook zum Opfer.

Viele Fans in sozialen Netzwerken zu haben, ist natürlich schön und wichtig, aber dadurch alleine erreicht ein Profil längt nicht das eigentliche Ziel, nämlich den sozialen und kommunikativen Austausch mit anderen Nutzern. Allein aus diesem Grund sollte jede Firma, Institution oder Marke sich ganz genau überlegen, ob es der richtige Weg ist, die Follower und Likes einzukaufen.  Und auf echte Fans und „Gefällt mir“-Angaben kann man doch viel stolzer sein, als auf gefakte!