Ansicht von Google MyBusiness | Ranking lokaler Ergebnisse verbessern

Am 6. August begann Google mit dem Rollout des neuen Update für den Bereich der lokalen Suchergebnisse

Eine der größten Änderungen besteht darin, dass  nun nicht wie bisher 7 Lokale Unternehmen angezeigt werden, sondern ein einfacheres, kompakteres, sogenanntes 3er Paket bei den Suchergebnissen auftaucht.

Was oder wie sich die Anzeige verändert und was diese Änderungen  für eine zukünftige Optimierung in diesem Bereich bedeuten?

google update lokale seo

  • Zuvor wurden Unternehmen in 3er, 5er ,oder 7er Pakten angezeigt, was bedeutet, das die Möglichkeit/Chance, auf der ersten Seite gelistet zu werden, ziemlich groß war, auch wenn die „Organic-Search-Performance“ ein wenig auf der Strecke blieb.
  • Google zeigt nun keine direkten Kontaktmöglichkeiten mehr an. Das bedeutet, dass sich der Suchende nun auf eigene Art und Weise um die Telefonnummer bemühen muss, auch die genaue Adresse wird nun nicht mehr angezeigt, lediglich der Straßenname zur besseren Orientierung und möglichen Direkteingabe in Navigationssysteme.
  • Keine Flyout Visitenkarten und „Google my Business “ Links – alle Klicks führen zu einer Liste von Wettbewerbern.

lokale ansicht Google Places_ My Business

Google geht sogar noch weiter und entfernt nicht nur Kontaktdaten von der ersten Ansicht , nein, sie deaktivieren auch alle 1-Click-Optionen für einen Zugriff.

  • Alle Links zu Google My Business-Seiten wurden entfernt.
  • Lokale Karten (die zuvor aufgeklappt waren, wenn Sie durch die 7er Paket Angebote geblättert haben) wurden ausgeblendet.

Nun öffnet sich nach dem Klick auf einen Eintrag eine neue Suchmaske, mit einer Karte und einer Liste von 20 Konkurrenten in einer Darstellung, ähnlich der alten lokalen Karte.

Was bedeuteten diese Änderungen für ihr lokale Unternehmen?

Derzeit ist es noch zu früh, Schlussfolgerungen zu ziehen. Aber erste Tests zeigen, dass die Seite und die 3er Pakete noch recht instabil und fehlerhaft ausgeliefert werden.

  • Die Top 3 rotieren, abhängig von der Position des Nutzers. So wird uns auf einem Handy natürlich die Pizzeria angezeigt, welche in unmittelbarer Entfernung zu unserem Standort ansässig ist.

lokale ansicht Google Places My Business

Quelle: diewebag.com

So verbessern Sie Ihr lokales Ranking bei Google MyBusiness

Ausschlaggebend für die lokalen Suchergebnisse sind in erster Linie Relevanz, Entfernung und Bekanntheit bzw. Bedeutung. Eine Kombination dieser Faktoren liefert Treffer, die Ihrer Suchanfrage bzw. Ihren Suchkriterien am nächsten kommen. Manchmal wird beispielsweise ein Unternehmen, das weiter von Ihrem Standort entfernt ist als ein anderes, in den Suchergebnissen dennoch vor diesem näher gelegenen Unternehmen aufgelistet, weil es mit größerer Wahrscheinlichkeit Ihrem Bedarf entgegenkommt, erklärt Google in der MyBusiness Hilfe

Was genau damit gemeint ist möchten wir Ihnen hier einmal erklären

Die 3 wichtigsten Faktoren zur Verbesserung der lokalen Rankings

 

  • Die Relevanz für den MyBusiness User

Relevanz besagt, inwieweit ein lokaler Eintrag mit dem Gesuchten übereinstimmt. Indem Sie möglichst lückenlose und detaillierte Angaben zum Unternehmen machen, liefern Sie dem Suchalgorithmus im Idealfall ein vollständiges Unternehmensprofil, anhand dessen der Algorithmus wiederum möglichst relevante Suchergebnisse bereitstellen kann.

Weitere Informationen zu Unternehmensbeschreibungen und Erfahrungsberichten

  • Die Entfernung des Suchenden zum Unternehmen

Die jeweilige Entfernung des Suchenden (lt. Ortsanagabe in der Suchanfrage) zum jeweiligen Standort der angezeigten Unternehmen in der Trefferliste von Google MyBusiness ist der erste Faktor. Google ist natürlich auch anhand der lokalisierten Daten Ihres Endgerätes in der Lage Ihrer Suchanfrage einen Standort zuzuordnen, auch ohne das Sie den Suchbegriff+Stadt in die Google Suche eingeben. Sollten Sie einmal kein Interesse an der automatischen Ermittlung des Standortes haben, so finden Sie den Ratgeber zu Aktivierung/Deaktivierung der Standorterkennung

So möchte Google erreichen, dass der User stets den ihm am nächsten gelegenen Treffer angezeigt bekommt. So möchte, um eine Beispiel zu nennen, niemand einen Friseur am Stadtrand finden, wenn er in der Innenstadt die Suchanfrage stellt.

 

  • Die Bekanntheit der Website / des Unternehmens

Natürlich spielt auch die Bekanntheit eines Unternehmens eine entscheidende Rolle für lokale Rankingfaktoren. Wie auch im normalen Leben sind Orte und Marke bekannter als andere. Diese Tatsache versucht natürlich auch Google bei der Auslieferung der MyBusiness Ergebnisse zu berücksichtigen. So werden bekannte Hotels, Museen oder Handelsmarken wahrscheinlich auch unter den Top Ergebnissen angezeigt, da Sie eben vielen Usern ein Begriff sind. Gerade die Bekanntheit der marke hat Google bereits durch die Aussage „getting a brand“ immer wieder betont.

Bekanntheit bzw. Bedeutung ergibt sich darüber hinaus aus Informationen, die Google aus dem Web über ein Unternehmen bezieht (beispielsweise über Links, aus Artikeln und Verzeichnissen).

Neben der Bekanntheit aufgrund von Suchanfragen mit Bezug auf die jeweilige Marke spielen auch Rezessionen eine wichtige Rolle im Bezug auf lokale Rankingfaktoren. Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen erhält, umso besser sein lokales Ranking.

 

 

Mobile schlägt Desktop

Mobile Websuche verzeichnet erstmals mehr Suchanfragen als Desktop

Das mobile Internet ist nicht mehr aufzuhalten. Smarthpones und Tablets werden immer häufiger verwendet, nicht nur von der jungen Generation. Da ist es nicht verwunderlich, dass Google in diesem Monat zum ersten Mal verkündet, dass mehr Suchanfragen mobil erfolgt sind als über Desktop PCs.

Google selbst hat diese Neuigkeit in einem Blog-Post bekanntgegeben. Bereits in zehn Ländern verzeichnet der Suchmaschinenriese mehr Suchabfragen von Smartphones, Tablets und anderen mobilen Geräten als von Desktop PCs. Dazu zählen der wichtige US-amerikanische Heimatmarkt und Japan. Weitere Länder nannte Google aber nicht.

Zukünftig steht der Name der Domain in den Google SERPS

Domain Name in Google SERPS

Am 17. April kündigte Google an, bei der mobilen Suche die Domain Namen durch den realen Namen der Website zu ersetzen. Dieses Update ermöglicht es mobil Suchenden, schneller zu verstehen, was der genaue Inhalt einer Website ist, bevor sie auf ein Ergebnis klicken.

Auch wenn dieses Update nur in den USA ausgespielt wird, wird es ein global ausgespieltes Breadcrumbs Update geben, welches schema.org strukturierte Daten für seinen Algorithmus verwenden wird.

„Mit der von schema.org entwickelten Ontologie können mit Hilfe von HTML Microdata und RDF Inhalte auf Websites gekennzeichnet werden, um von den beteiligten Suchmaschinen leichter erkannt zu werden. Durch diese vereinheitlichte Auszeichnungssprache wird einerseits Webmastern die Arbeit erleichtert, da sie Elemente nicht für mehrere Suchmaschinen kennzeichnen müssen, andererseits wird den Suchmaschinen geholfen, durch die bessere Kennzeichnung relevantere Suchergebnisse anzuzeigen.“ Quelle Wikipedia

Was sind Breadcrumbs?

Laut Google sind Breadcrumbs (Brotkrümel) eine Linkspur, die dabei hilft, eine Website und die Navigation durch diese besser zu verstehen.

„Brotkrümelnavigation oder Brotkrumennavigation […] ist ein Entwurfmuster für die Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen. Üblicherweise ist es eine Textzeile, die dem Benutzer anzeigt, in welcher Verzweigung er sich innerhalb einer Applikation befindet. Brotkrümel zeigen den Pfad zum aktuellen Element, beispielsweise zu der Website oder Kategorie in Katalog. Brotkrumennavigation soll die Orientierung innerhalb tief verzweigter Elementbäume verbessern, indem sie Links zu übergeordneten oder themenverwandten Elementen anbieten. Oft sind diese als Schaltflächen ausgestaltet.“ Quelle Wikipedia

Wenn Breadcrumbs im Body einer Website oder eines Blogs verwendet werden, kann Google diese in den Suchergebnissen ausliefern und somit Nutzern bessere Informationen darüber liefern, was der genaue Inhalt einer Website ist.

Zwei wesentliche Veränderungen

Im Zuge dieses Updates gibt es zwei wesentliche Veränderungen, die berücksichtigt werden sollten:

1. Google liefert den Website Namen aus und nicht mehr den Domain Namen
2. Die URL Struktur wird weltweit Breadcrumbs unterstützen

Auch wenn diese beiden Veränderungen klein und unwichtig erscheinen, ist es allerhöchste Zeit, zu überprüfen, ob die eigene Website darauf ausgerichtet ist, auch in der mobilen Suche auf den vorderen Plätzen zu ranken!

Ist Ihre Website bereit für mobile Nutzer?

Dass Ihre Website für mobile Nutzer und die mobile Suche ausgerichtet ist, ist wichtiger als jemals zuvor. Und das aus gutem Grund: Wie viele Menschen sehen Sie tagtäglich mit Ihrem Smartphone in der Hand? Und was tun viele von ihnen? Richtig: Lesen und suchen!

Unabhängig vom Betriebssystem des Smartphones benutzen die meisten Nutzer bei der mobilen Suche Google. Ist Ihre Website nicht für mobile Endgeräte ausgelegt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie nicht in den Google Ergebnissen erscheint, obwohl ihre Inhalte genau das sind, wonach Nutzer gesucht haben.

Das liegt daran, dass Google bei der mobilen Suche seit Mitte März Websites, die auch auf mobile Endgeräte ausgelegt sind, in den Suchergebnissen höher rankt.

Um sicherzustellen, dass Ihre Website von allen Nutzern und von allen Endgeräten gefunden wird, müssen Sie zunächst überprüfen, ob Ihre Website mobile friendly ist. Wie Sie dies überprüfen können, haben wir u.a. in unserem Beitrag 8 heiße SEO Tipps – SMX West Conference 2015 – Teil 2 erläutert.
Ist Ihre Website mobile friendly, haben Sie bezüglich des neuen Updates nichts zu befürchten. Ist Ihre Website aber nicht auf mobile Nutzer ausgerichtet, ist nicht alle Hoffnung verloren. Bereits beim Test erfahren Sie, welche Änderungen Sie vornehmen sollten, um Ihre Website mobile friendly zu machen.

diewebag_mobile_friendly_google

Mobile friendly und jetzt? – Drei Wege, richtige zu optimieren + Tool von Google
Ist Ihre Website mobile friendly, sind drei Dinge zu tun, um sicherzustellen, dass sie immer die besten Ergebnisse erzielt:

1. Suchen Sie Ihre Webseite
Führen Sie eine einfache Google Suche auf einem mobilen Endgerät durch, um zu
überprüfen, ob Ihre Website richtig formatiert ist. Wenn dies der Fall ist, erscheint ein
mobile friendly Lable unterhalb der Suchergebnisse.
Ist dies nicht der Fall, überprüfen Sie erneut, ob Ihre Website mobile friendly ist und
überarbeiten Sie ggf. noch einmal.
2. Überwachen Sie Ihre Website
Lassen Sie uns realistisch sein, wie sich die Dinge Ändern können. Schon kleine,
scheinbar unbedeutende Änderungen können alles durcheinander bringen.
Auch wenn Ihre erste Suche zum gewünschten Ergebnis geführt hat, sollten Sie
an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Zeiten noch einmal nach Ihre Website
suchen, um auf Nummer sicher zu gehen. Ihre Rankings werden es Ihnen danken!
3. Vergessen Sie den Desktop nicht
Ein schlechtes Ranking in der mobilen Suche, welches dadurch bedingt ist, dass Ihre
Website nicht mobile friendly ist, kann sich auch auf die Ergebnisse der Desktop Suche
auswirken. Google kann Ihre Website auf ganzer Linie abstrafen, was einen enormen
Trafficverlust zur Folge hätte und das nicht nur über die mobile Suche.

Kleine Änderungen mit großer Wirkung

Was nach einer kleinen Änderung im Algorithmus für die mobile Suche und die Darstellung von Domains aussieht, kann einen große Wirkung auf die Suche nach Ihrer Website haben. Jetzt ist es an der Zeit, nicht nur die eigene Website mobile friendlich zu machen, sondern ebenfalls sicherzustellen, dass der Name und die Struktur Ihrer Website konsequent aktualisiert werden und genau das wiedergeben, was Sie mobil Suchenden in der Google Suche zeigen möchten.

Auch wenn es für Sie weniger wichtig erscheinen mag, wenn Google sich den falschen Namen und die falschen Informationen für die mobile Suche aus Ihre Website zieht, kann dies tatsächlich erhebliche Folgen auf Ihren Traffic haben. Hat der Name Ihrer Website nichts mit der Suchanfrage zu tun, werden Nutzer Ihre Website in den Ergebnissen höchstwahrscheinlich überspringen, da sie davon ausgehen, Ihre Website sei für die Suchabsicht nicht von Bedeutung. Verrät der Name der Website aber schon genau, welcher Inhalt sich dahinter verbirgt und stimmt dieser auch noch mit der Suchabsicht der mobil Suchenden überein, erzielen Sie einen Home Run in Sachen mobiles Ranking und Traffic.

Da die Welt der Technik nicht aufhören wird sich zu drehen, wird es auch weiterhin Änderungen am Google Algorithmus geben. Was Sie und wir als Ihre SEO Agentur tun können, ist weiterhin wachsam sein und dafür Sorge tragen, dass Ihre Website immer auf dem aktuellen SEO Stand und mobile friendly ist.

Social SEO

Was Sie über Social SEO wissen sollten

In der Suchmaschinenoptimierung ist Social SEO seit einiger Zeit ein neuer großer Trend. Oft fehlt es aber an einer klaren Vorstellung darüber, was Social SEO eigentlich umfasst und wie Social SEO genau funktioniert. Erfahren Sie daher heute mehr über Social SEO und das Zusammenspiel mit anderen Bereichen des Online Marketings.

Studien zeigen eine starke Korrelation zwischen dem Rankingerfolg einer Webseite und Social Signals. Zu den Social Signals gehören z.B. „Shares“ und „Likes“ auf Social Media Plattformen wie Facebook, Google+ und Twitter.

Positive SEO-Effekte von Social Media Aktivitäten

Social Signals sind aber nicht die einzige Möglichkeit, wie Aktivitäten im Bereich Social Media die Rankings einer Webseite beeinflussen können. Es können folgende weitere Möglichkeiten der Beeinflussung unterschieden werden:

  • Direkte Effekte: Bestes Beispiel dafür sind die Autorenbilder in den Suchergebnissen, die eine Verknüpfung mit Google+ Autorenprofilen voraussetzen. Dazu kommen bspw. Backlinks in Profilen.
  • Social Signals erzeugen: Durch Social Media Aktivitäten können Social Signals generiert werden, die einen Einfluss auf das Ranking haben können. Weiter unten dazu mehr.
  • Indirekter Aufbau von Backlinks: Für den SEO Erfolg sind klassische Backlinks wesentlich wichtiger als Social Signals. Aber auch diese können indirekt über Social Media Aktivitäten entstehen. Werden Inhalte viral über Social Media Plattformen verbreitet und auch Blogger und Webseitenbetreiber erreicht, können Backlinks auf die Inhalte entstehen.
  • Positives Branding: Je mehr Inhalte verbreitet werden, umso mehr wird eine Marke in den Köpfen verankert und ein Wiedererkennungswert entsteht.

Social Media Präsenzen können natürlich auch so optimiert werden, dass sie selbst zu bestimmten Keywords ranken. Damit kann etwa für die eigene Marke eine höhere Ranking-Dominanz erreicht werden.

Das Zusammenspiel von Social SEO und anderen Online Marketing Bereichen

Social SEO erfordert das fachübergreifende Zusammenspiel verschiedener Bereiche des Online Marketings. Hierzu gehören SEO, Social Media Marketing und eine geeignete Content Strategie.

Um Social Signals bzw. indirekt auch Backlinks in relevanten Ausmaßen zu erzielen, müssen möglichst viele Social Media Nutzer erreicht werden, die Inhalte weiterverbreiten und/oder positiv bewerten.

Erfolgreiches Social SEO basiert daher auf einer nachhaltigen Social Media Strategie. Der Aufbau eines Netzwerkes von positiv gestimmten, interagierenden und im Idealfall einflussreichen Nutzern ist eine wesentliche Aufgabe des Social Media Marketings. Inhalte zu SEO Zwecken ohne die entsprechende Gefolgschaft über Facebook, Google & Co. zu publizieren, führt nicht zum gewünschten Erfolg.

Um Empfehlungen via Social Media Plattformen zu erzielen, müssen die Inhalte nicht zwangsläufig vom Webseitenbetreiber selbst gepostet werden. Auch das Bereitstellen von teilenswerten Inhalten, die von Lesern selbstständig verbreitet oder positiv bewertet werden, gehört zu einer guten Social SEO Strategie.

Sowohl erfolgreiche SEO als auch die erfolgreiche Social Media Distribution hängen von einer geeigneten Contentstrategie ab. Auf Grundlage dieser müssen herausragende Inhalte zur Verfügung stehen, die gleichermaßen gute Rankings in einem relevanten Themenumfeld ermöglichen, für eine soziale Verbreitung geeignet sind und letztlich zum Abonnieren der publizierten Inhalte u.a. über Social Media anregen.

Werden Effekte von Social Signals überschätzt?

Googles Problem bei der Bewertung von Social Signals ist der fehlende Zugriff auf aussagekräftige Daten – in vielen Fällen kann oder will Google auf die Social Media Daten nicht zurückgreifen. Die Gründe hierfür sind je nach Social Media Plattform unterschiedlich:

  • Google+: Seit der Einführung von Google+ im Jahr 2011 ist der SEO Branche klar, dass Google die Aktivitäten von Personen und Webseiten in Social Networks erfasst und auch bewertet. Google hat vollständigen Zugriff auf die Daten des eigenen sozialen Netzwerks. Dennoch werden diese Daten laut Aussage von Google bisher (noch) nicht als Ranking-Faktor genutzt, da die vorhandenen Datenmengen noch nicht aussagekräftig genug sind.
  • Facebook: Facebook verfügt unter den sozialen Netzwerken über die größten Datenmengen. Trotz Verhandlungen mit Facebook konnte Google aber kein Kooperationsabkommen abschließen, das Zugriff auf alle notwendigen Daten gibt. Aus diesem Grund können nur die öffentlichen verbreiteten Inhalte auf Facebook ausgewertet werden, was aber nur einem kleinen Teil der vorhandenen Daten ausmacht. So kann Google beispielsweise auf Facebook Seiten sehen, dass es eine bestimmte Anzahl an Fans gibt; ohne Zugriff auf die Nutzerprofile kann Google aber nicht beurteilen, wie vertrauenswürdig und einflussreich diese sind.
  • Twitter: Twitter dürfte in den Google Algorithmen vermutlich noch die größte Rolle spielen. Es ist bekannt, dass Tweets bei Google News bzw. QDF-Rankings besonders berücksichtigt werden. Twitter Profile sind zwar öffentlich zugänglich, allerdings hat Google den Kooperationsvertrag mit Twitter nicht verlängert. Damit ist Google von Twitters Wohlwollen abhängig, auf welche Daten in der Zukunft noch zugegriffen werden kann. Auch das sind keine besonders guten Voraussetzungen für einen wichtigen Rankingfaktor.

Bei einigen anderen Social Media Plattformen wie LinkedIn oder Pinterest steht Google vor ähnlichen Problemen: Entweder fehlt der Zugriff auf die Daten oder die verfügbaren Daten sind noch nicht aussagekräftig genug.

Der Einfluss von Social Signals auf das Ranking ist daher wahrscheinlich geringer als oftmals angenommen. Dennoch ist bereits bestätigt, dass Social Signals zumindest in manchen Situationen angewandt werden. Der Einfluss von Social Signals wird zudem in den nächsten Jahren mit Sicherheit steigen.

Unabhängig davon, wie stark der Rankingeinfluss der Social Signals heute ist – eine sinnvolle Social Media (SEO) Strategie sollte bereits jetzt erstellt und umgesetzt werden. Erstens wegen der Bedeutung von Social Media für den natürlichen Backlinkaufbau und zweitens weil die notwendige Follower Basis nicht kurzfristig aufgebaut werden kann, wenn Social Signals eine ähnliche Bedeutung wie Backlinks erlangen.

weiterführende Links:

http://news.erento.com/vermieter/online-marketing-blogs

8 heiße SEO Tipps – SMX West Conference 2015 – Teil 2

Teil 2 unserer Kurzserie

Im zweiten Teil unserer Kurzserie fassen wir Ihnen weitere SEO Tipps der Search Marketing Expo 2015 zusammen. Diesmal gibt es SEO Tipps zur Sitemap sowie zu den Themen Mobile, Nutzerverhalten und Link Penalties.

 

5. Sitemaps: Nach wie vor von hoher Bedeutung

SitemapSowohl Google als auch Bing haben erneut bestätigt, dass die XML Sitemap für das Crawlen von Webseiten wichtig ist. Die Sitemap sollte den Fokus auf die Seiten legen, die indexiert werden sollen. Außerdem sollte sie regelmäßig upgedatet werden, damit die Crawler der Suchmaschinen sehen, ob und was sich an der Webseite etwas verändert hat.

 

6. Mobile: Keine Option, sondern Must Have

Mobile Webseite Seit dem 21. April 2015 sind mobile Webseiten ein Rankingfaktor. Und Google ist hier gnadenlos: Entweder eine Webseite ist für mobile Endgeräte geeignet oder nicht. Nur schwarz oder weiß, keine Grauzone mehr.

Ob Ihre Webseite für mobile Engeräte geeignet ist, können Sie unter https://developers.google.com/webmasters/mobile-sites/mobile-seo/ testen.

 

7. Nutzerverhalten: Sind Fakenutzer die Zukunft?

Sind Fakeuser die SEO Zukunft?Bing hat das Nutzerverhalten als Rankingfaktor ins Visier genommen. Kommt ein Nutzer auf eine Seite und springt sofort über den Zurück-Button des Browsers wieder zurück, ist dies ein deutliches Statement über die Qualität der aufgerufenen Seite. Oder anders formuliert: DIE CTR in den SEREPs und die Absprungrate können in Zukunft das Ranking beeinflussen.

 

Dies bedeutet, dass eine Landingpage eine möglichst genaue Antwort auf die Nutzerintention sein und einen Mehrwert bieten muss, um zu verhindern, dass Nutzer direkt wieder zu den Suchergebnissen zurückspringen.

Yandex, die meistgenutzte Suchmaschine in Russland, verwendet Nutzerverhalten bereits jetzt als Rankingfaktor. Als Reaktion darauf hat der russische SEO Markt eine neue Strategie für sich entdeckt, die einen regelrechten Boom ausgelöst hat: Fakenutzer, die Webseiten besuchen und damit CTR und Absprungrate beeinflussen. Das könnte bedeuten, dass auf Google zugeschnittenes gefaketes Nutzerverhalten in näherer Zukunft auch ein Service von SEO Agenturen werden könnte.

 

8. Link Penalties: Zuerst Checkliste prüfen, dann reagieren

Diagnose einer Abstrafung nach Penguin

Checkliste

Googles Penguin Algorithmus dient dem Kampf gegen Spamlinks. Wenn Sie sicher sind, dass Ihr Linkbuilding natürlich ist, ist nicht Penguin das Problem. Entspricht Ihr Linkbuilding aber nicht den Google Qualitätsrichtlinien   und Ihre Webseite verzeichnet einen starken Trafficverlust, könnte es sein, dass sie dem Penguin Update zum Opfer gefallen sind. Bevor Sie diesbezüglich aktiv werden, sollten Sie prüfen, ob dies tatsächlich der Fall ist:

  1. Stellen Sie sicher, dass es sich nicht um einen Manual Penalty handelt. Prüfen Sie dazu die manuellen Maßnahmen in den Google Webmastertools.
  2. Überprüfen Sie mit Google Analytics, ob der Sie nur organischen Traffic verloren haben.
  3. Versuchen Sie den Zeitpunkt Trafficverlust mit dem Datum des Penguin Updates zu vergleichen. Stimmen die Daten überein, ist dies ein starkes Anzeichen dafür, dass der Pinguin bei Ihnen zugeschlagen hat.

Anti Penguin Link Clean Up

Im Falle einer manuellen Strafe muss das Link Clean Up gründlich sein. Wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel an einem Link haben, entfernen Sie in. Wenn Sie mit dem Pinguin zu tun haben, sollten Sie aber auch das Verhältnis von schlechten zu guten Links betrachten.

Wenn Sie von einer Abstrafung nach Penguin betroffen sind, betrachten Sie die Linkprofile von anderen Webseiten Ihrer Branche, die gut ranken. Nutzen Sie ein Backlink-Recherche-Tool, um folgende Informationen aus dem Backlinkprofil zu erhalten:

  • Ankerlinks
  • Verwendete Ankertexte
  • Dofollow Links
  • Nofollow Links
  • Links aus Blogs und Foren
  • Links aus verschiedenen Ländern
  • Links von schlechter Qualität

Achten Sie auch darauf, wie hoch der Anteil der jeweiligen Links am gesamten Linkprofil ist.

Vorbereitungen für das Disavow Tool

Bei der Entwertung schädlicher Links über das Disavow Tool sollten Sie einige Dinge beachten. Daher hier die Best Practices und die die häufigsten Fallstricke bei der Verwendung des Disavow Tools:

  • Beachten Sie das Format Ihrer Datei; es sollte ein txt-Datei in UTF-8 oder & Bit ASCII sein
  • Übertreiben Sie nicht mit Kommentaren; die Datei ist auf 2 MB beschränkt
  • Übernehmen Sie neue Daten zu neuen zu entwertenden Links in Ihre alte Datei, da diese überschrieben und nicht abgedatet wird
  • Lassen Sie ganze Domains entwerten, um sich von zukünftigen schlechten Links von diesen Domains zu schützen.

 

Sie haben Fragen zu den SEO Tipps oder deren Umsetzung? Ihr SEO Kundenbetreuer hilft Ihnen gerne weiter!